
Aserbaidschan - Die Europäische Rundfunkunion hat sich inzwischen etwas umfassender zu den Gerüchtern um den Stimmenkauf in Litauen geäußert. Der Supervisor des Song Contests, Jon Ola Sand erklärte eine umfassende Prüfung bezüglich der Anschuldigungen. Zusammenhänge zwischen dem aufgetauchten Video und der aserbaidschanischen Delegation bzw. dem Sender iTV können derzeit jedoch nicht gezogen werden.
Bezüglich der Frage, warum Aserbaidschan keine Stimmen an Russland vergeben hat, obwohl die russische Sängerin Dina Garipova im SMS- und Televoting an zweiter Stelle hinter der Ukraine lag, versicherte Jon Ola Sand, dass man seit Jahren mit Notaren und dem deutschen Televoting-Unternehmen Digame zusammenarbeite und es bislang keinerlei Auffälligkeiten gegeben habe. Man werde aber weiterhin dafür sorgen, dass der Song Contest eine unpolitische Veranstaltung bleibe.
Mittlerweile analysieren mehrere Websites und Medien das Votingverhalten diverser Nationen nach Auffälligkeiten. Insbesondere kleinere Nationen mit überschaubaren Abstimmungsquoten fallen hierbei ins Auge. Besonders bei Malta, das z.B. 2009 nur einen einzigen Punkt an Aysel & Arash vergeben hat, entwickelte eine spontane Leidenschaft für aserbaidschanische Beiträge, seit 2010 gibt es alljährlich 12 Punkte aus Valletta. Auch aus Zypern gab es seit 2009 jedes Jahr mindestens acht Punkte.
In anderen Nationen mit großer Abstimmungsrate, wie etwa in Großbritannien, Italien oder Deutschland gibt es kaum Auffälligkeiten. Italien vergab bei seinen drei Teilnahmen bis heute keinen Punkt an Aserbaidschan, Deutschland lediglich in diesem Jahr vier Punkte. Ell & Nikki erhielten mit Ausnahme Frankreichs aus keinem der Big Five-Länder Punkte.
Wie unkonventionell der Kampf um Punkte in Aserbaidschan funktioniert wurde bereits 2009 deutlich. Damals verhörte die aserbaidschanische Polizei Menschen, die für den Beitrag aus dem verfeindeten Armenien angerufen haben. Da scheint es auch nicht unmöglich, dass angeheuerte Weißrussen in Litauen und anderen Kleinstaaten SIM-Karten verteilen um Punktevorteile für Aserbaidschan herauszuschlagen. Wir werden weiterhin berichten.







Schweden
Europa -
Ungarn - "Kedvesem", der ungarische Song Contest-Beitrag von Bye Alex wird nun doch keinen schwedischen Chorus erhalten. Der Titel wird somit beim Eurovision Song Contest komplett auf Ungarisch vorgetragen, so wie das Lied auch den nationalen Vorentscheid gewonnen hat. Bye Alex tritt am 16. Mai im zweiten Semifinale mit Startposition 12 an.




Die Startreihenfolge im Finale wird nach der Pressekonferenz der zehn Qualifikanten am gleichen Abend wie das jeweilige Semifinale ausgelost. Die Produzenten der Show legen die jeweilige Startnummer fest. Die Reihenfolge in den Semifinals soll bis zum 29. März erfolgen, das Finalfeld steht bis zum 17. Mai um 3 Uhr nachts. Lediglich Schweden wurde bereits auf Position 16 im Finale festgelegt.
Italien - Die RAI sowie Marco Mengoni haben sich derweil entschieden, mit welchem Beitrag der Sänger beim Eurovision Song Contest in Malmö für Italien antreten wird. Der San Remo-Siegertitel "L'essenziale" soll auch für die Eurovision nominiert werden, hieß es gestern aus Rom. Marco Mengoni und Italien sind direkt für das Finale am 18. Mai in Malmö qualifiziert.
Moldawien - In Moldawien nimmt der Protest von Interpreten gegen die Juryentscheidung beim Vorentscheid zu. Unter anderem Vitalie Negruta, Karizma und Boris Covali werfen den Juroren vor, ihnen nicht die Punktezahl gegeben zu haben, die sie verdient hätten. Der Vorentscheid fiel zugunsten von Alina Moon aus, die ihren Song "A million" als "O mei" in Malmö auf Rumänisch singen soll.
Damit sind Gerüchte um Sarah Dawn Finer und Kristian Luuk nichtig. Petra Mede ist in Schweden für ihren speziellen Humor bekannt und hat ihre eigene Fernsehshow auf dem Sender TV3. Außerdem moderierte sie 2009 den schwedischen Song Contest-Vorentscheid, das Melodifestivalen.
