
Schweden - Seit gestern ist wieder so einiges passiert, angefangen vom Auftritt von Natalie Horler, Cascada-Frontsängerin, die gestern Abend bei DAS! im NDR zu Gast war und sich einige ihrer Konkurrenten des Song Contests anschaute und sich ebenso einige unqualifizierte Fragen von Moderator Hinnerk Baumgarten anhören musste. Sie gab zudem "Glorious" unplugged zum Besten. Ein paar Tage spannt sie nach ihrer Tour, die zuletzt in Norwegen Halt machte daheim in Bonn aus, dann geht es nach Malmö.
"Es soll niemand dazwischenquatschen. Ich möchte es nämlich genießen.", ist ein Kommentar von Anke Engelke, die einen freien Artikel beim NDR geschrieben hat und unserer deutschen Kandidatin natürlich fleißig die Daumen drückt. Die übrigen Kandidaten würde sie sich aber erst am Finalabend anschauen um sich keine Beiträge schönzuhören, wie es der ein oder andere Fan jedes Jahr tut. "Es wird also ein spontanes Urteil von mir sein, und vielleicht ärger ich mich über die Sieger oder freue mich.", so Anke.
Des weiteren, um nach Malmö zu blicken, gab es auch von dort wieder interessante Neuigkeiten. So verriet das schwedische Fernsehen SVT, das Eric Saade, bekannt durch seinen dritten Platz mit "Popular" beim Song Contest 2011 und seinen Vorentscheidungsbeitrag "Manboy" von 2010, am Finalabend aus dem Greenroom moderieren und die Teilnehmer interviewen wird. Delegationsleiter Christer Björkman erklärte, aufgrund der Tatsache, dass Eric 2011 zeitweise selbst Führender bei der Punktevergabe war, wüsste er, wie man mit den nervösen Kandidaten im Greenroom umgehen müsste.
Parallel hierzu fanden natürlich auch Proben statt, Lettland eröffnete heute den Probemarathon, in Glitzeroutfits und mit mobilem Keyboard. Im Anschluss hieran folgte San Marino mit Valentina Monetta. Ralph Siegels Schützling und die gesamte sanmarinesische Delegation ist sehr zuversichtlich, es im vierten Anlauf endlich ins Finale zu schaffen und auch das Einsingen und das Gewöhnen an die Bühne gelang der kleinen Truppe, bestehend aus Valentina und ihren beiden Backingtänzern sehr gut. Vorherrschende Farbe bei ihrer Probe ist rot, sowohl im Hintergrund als auch auf dem Kleid. Die Ausschnitte der Probe, die man frei auf Eurovision.tv verfolgen kann, lassen hoffen, dass es San Marino endlich ins Finale schafft.
Mit der Königin der Zigeuner, Esma ging es weiter. Sie trug, um Bescheidenheit auszudrücken, ein rotes Swarovski-Kleid, ihr Duettpartner, der sich mittlerweile nur noch Lozano nennt, trägt einen eleganten Anzug. Wie man einschlägigen Quellen entnehmen kann, sind einige von Esmas 48 adoptierten Kindern als Support in Malmö mit dabei. Ob es dem Finaleinzug von "Pred da se razdeni" hilft, bleibt abzuwarten. Die Probe lief recht souverän ab, ob Europa der schnelle Tempowechsel des Liedes gefallen wird, ist eine andere Frage.
Der letzte Beitrag, der vor der Pause dargeboten wurde, war "Hold me" von Farid Mammadov aus Aserbaidschan. Wie viele aserbaidschanische Beiträge der Vergangenheit herrscht fast absolute Dunkelheit. Die Performance erinnert sehr an Safura, blauer Hintergrund, ein Glaskasten in dem noch jemand vor sich hinkauert und eine Abfolge vom griechischen Choreographen Fokas Evangelinos, der schon mit Helena Paparizou, Dima Bilan und Sakis Rouvas zusammen gearbeitet hat. Aserbaidschan sollte das Finale spielend erreichen, wie tonsicher Farid ist, scheint jedoch tagesformabhängig zu sein...
Krista Siegfrids Beitrag, der scheinbar versteckte Botschaften zur Homo-Ehe enthalten soll, die derzeit europaweit zur Diskussion steht, wird zudem noch mit Pyroeffekten, Konfetti und der eurovisionesken Windmaschine unterstrichen. Wie Krista zugab, sei sie großer Carola-Fan und könne natürlich bei ihrer Hochzeitsvorstellung nicht auf dieses fundamental wichtige Utensil verzichten. Beim finnischen Beitrag weht es also gewaltig. Weniger hingegen passiert beim maltesischen Beitrag, dort musizieren lediglich fünf Menschen um Gianluca herum. Auf den Leinwänden im Hintergrund flackertn Schriftzüge entlang, das war's.
Traditionell hingegen präsentierte sich Bulgarien. Das wieder teilnehmende Duo Elitsa & Sotyan präsentierte sich folkloristisch, Elitsa im rot-weißen Martenzina-Outfit. Im Hintergrund flackern zu "Samo shampioni" zwei Masken auf. Das man nicht gewinnen wird, hat man sich scheinbar auch schon eingestanden, Elitsa äußerte sich wie folgt: "Wir fühlen uns bereits jetzt als Gewinner, weil sich die Leute immer noch an uns erinnern und unseren damaligen Song singen." So charismatisch die Folklore-Darbietung mit den blumendekorierten Backings auch sein mag, für Bulgarien wird es erneut schwer ins Finale zu ziehen.
Der letzte Probende des heutigen Tages war der Isländer Eyþór Ingi Gunnlaugsson, der zugab, dass er noch etwas Zeit brauche, um mit der Eurovision warm zu werden. Einen Probedurchlauf am Samstag hat er ja noch. Morgen treten dann die übrigen Semifinalisten erstmals auf die Bühne, beginnend mit den Griechen, anschließend Israel, Armenien und Ungarn sowie nach der Mittagspause in der Malmö Arena die norwegische Delegation, meine Favoriten aus Albanien, dann Georgien, die Schweizer Heilsarmee und zu guter letzt Rumänien. Ich wünsche noch einen schönen Abend.







Was liest man nicht alles: Korruption, Diktatorenfamilie, Folter, Umweltsünden gegen Flaniermeilen, Prestigeprojekte und den Eurovision Song Contest, Aserbaidschan ist nicht nur kulturell ein Land der Kontraste, sondern auch politisch in der Diskussion. Was haben Menschenrechtler gegen die Ausrichtung in Baku protestiert, auf Missstände aufmerksam gemacht und Unterstützung bei den Teilnehmern gesucht. Eine 100% freie Arbeit der Journalisten gab es nicht, es gab Kritik und mahnende Worte von Kommentatoren und Punktesprechern wie Anke Engelke, aber hier soll lediglich nach dem Song entschieden werden.
Über den Künstler: Der 21jährige Farid Mammadov konnte sich im Vorentscheid des Senders ictimaiTV gegen eine Vielzahl von Mitbewerbern durchsetzen. Er wuchs bereits früh mit Musik auf, spielte Mugham, die traditionelle Musikform Aserbaidschans und später auch Jazz- und Soulmusik. Im Halbfinale des Vorentscheids stellte er seinen eigenkomponierten Titel "Gel yanima" vor.



Zypern - Despina Olympiou
Deutschland - Seit gestern läuft das Radio- bzw. Online-Voting für den deutschen Vorentscheid "Unser Song für Malmö". Die User auf den Seiten der jungen und Popwellen der ARD haben die Möglichkeit noch bis zum 14. Februar um 20 Uhr, also kurz vor Beginn der Liveshow, für ihren Favoriten abzustimmen. Hierzu einfach auf die
Mazedonien - Esma Redzepova und Vlatko Lozanoski präsentieren ihren Beitrag für den Song Contest 2013 am 27. Februar in den MKRTV Studios in der Hauptstadt Skopje. Die Show, in deren Rahmen der Beitrag zu hören sein wird, wird auch live auf Eurovision.tv übertragen. Der Titel des Songs ist nachwievor nicht bekannt, komponiert ist der Titel jedoch von einem von Esmas Kindern. Beide Interpreten werden in dieser Show noch weitere Songs aus ihrem Repertoire singen. Nähere Informationen zur mazedonischen Präsentationsshow folgen in Kürze.
Slowenien - Neben Deutschland und Zypern wird auch in Slowenien am 14. Februar der Beitrag für Malmö 2013 bekannt gegeben. RTVSlo gab nach der internen Nominierung von Hanna Mancini, einer US-amerikanischen Sängerin, die mittlerweile in Slowenien lebt, bekannt, dass die Präsentation am Valentinstag erfolgen wird. Slowenien tritt am 14. Mai im ersten Song Contest-Semifinale an. Der Titel des Songs ist derzeit noch nicht bekannt.
