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Allgemeines

  • Malmö 2013: Positive Bilanz nach Finale

    Eurovision 2013

    Sweden Schweden - Während sich die deutschen Medien über die erste Nicht-Top-Ten-Platzierung beim Eurovision Song Contest das Maul zerreden, ziehen andere Nationen eine durchaus positive Bilanz aus dem Wettbewerb, der am Samstag in Malmö über die Bühne ging. Irlands Delegationsleiter Michael Kealy beispielsweise erklärte, die gute Einschaltquote zeige, dass das Land hinter seinem Repräsentanten stehe, auch wenn Ryan Dolan nur den letzten Platz belegte.

    Auch in Ungarn erzielte der Song Contest gute Quoten. Seit Jahren sei der Marktanteil der Show nicht mehr derart stark gewesen, bis zu 32,6% bzw. 1,11 Mio. Zuschauer verfolgten die Liveshow am Samstag. ByeAlex erreichte den zehnten Platz in Malmö. In Belgien und dena Niederlanden wurden die jeweiligen Künstler Roberto Bellarosa und Anouk ebenfalls herzlich empfangen. Für die Niederlande war es die erste Top Ten-Platzierung seit 1999.

    Emmelie de Forest, die Siegerin des Contests, erreichte heute via Bus ihre Heimatstadt Kopenhagen. Trotz schlechtem Wetter waren mehrere Hundert Dänen auf dem Rathausplatz zusammengekommen um ihre Song Contest-Siegerin zu feiern. Dort sang sie abermals ihren Siegertitel "Only teardrops". Wie dänische Medien mittlerweile übrigens berichten, hat die Stadt Aalborg seine Kandidatur um die Ausrichtung des Wettbewerbs 2014 wieder zurückgezogen. Somit bleiben die möglichen Austragungsorte Kopenhagen und Herning im Rennen.

  • Malmö 2013: Die abschließende Finalanalyse

    Eurovision 2013

    Sweden Schweden - Das Finale des Eurovision Song Contest 2013 ist vorbei und Dänemark steht als Sieger fest. Inzwischen wird bereits darüber spekuliert, wo der nächste Contest stattfinden wird. Als aussichtsreichste Kandidaten gelten hier das Parken Stadium in der Hauptstadt Kopenhagen, das Gigantium in Aalborg, wo in den Jahren zuvor der Dansk Melodi Grand Prix stattfand sowie die 2010 eröffnete Jynske Bank Boxen in Herning.

    Aber zuvor noch einmal zurück zum gestrigen Finale des Wettbewerbs. Besonders schöne Momente waren zweifelsohne der Einmarsch der Nationen, wie bei den Olympischen Spielen über diese weiße Brücke, was den Eindruck eines wirklich wichtigen Events hatte. Auch die Moderation von Petra Mede muss ausdrücklich noch einmal gelobt werden. Dafür, dass sie komplett allein moderieren musste, hat sie einen fabelhaften Job gemacht und sich sogar noch auf die Bühne gestellt und die schwedische Kultur auf fantastische Weise dargestellt. 

    Carolas Auftritt war aber der beste des Abends, von ihrer eigenen Windmaschine umgepustet, hat sie sich einen endgültigen Platz in der Song Contest-Hall of Fame erspielt, grandios. Auch Sarah Dawn Finer, die ABBA sang, war ganz ganz groß. Ein wirklich großes Lob an die schwedischen Darsteller, Malmö 2013 war vielleicht im Vorfeld oft kritisiert worden, auch von mir, aber die Show konnte sich wirklich sehen lassen. 

    Dänemark als Sieger stand bereits bei den Buchmachern und Fans im Vorfeld als glasklarer Favorit fest, mit fast 50 Punkten Vorsprung konnte sie ihren Sieg in den letzten Wertungen festigen. Emmelie de Forest enttäuschte nicht und wird bestimmt in dem einen oder anderen Land in die Charts einsteigen, hier lief sie heute Morgen bereits im Radio mit "Only teardrops". Auch Farid Mammadov und seiner Kastenkunst kann man den zweiten Platz nicht madig reden, Aserbaidschan hat gezeigt wie Eurovision geht und dafür auch aus allen Teilen Europas Punkte erhalten. Ob dies nun der fehlenden Türkei zu Gute zu schreiben ist, sei dahingestellt.

    Die Ukraine mit Zlata Ognevich, sowie Margaret Berger aus Norwegen und Dina Garipova aus Russland waren Mitfavoriten und ebenfalls nach guten Leistungen weit oben zu finden. Darüber dürfte sich bestimmt niemand großartig aufregen, vieles ist ja nach den Halbfinals und den Fanvotings schon einigermaßen vorhersehbar. Das Girechenland wieder einmal die Top Ten bereichert ist auch keine große Überraschung, ebenso wenig wie die 12 Punkte aus Zypern. Manche Dinge ändern sich eben nie...

    Italien hat zum Schluss noch Malta überholt. Das Land, das jahrelang keinen Bezug zum Eurovision Song Contest hatte, steuert ebenfalls auf eine erfolgreiche Bilanz hinaus. Drei Teilnahmen in der jüngeren Vergangenheit, dreimal Top Ten, nicht schlecht. Besonders bei den Juroren dürfte Marco Mengoni beliebt gewesen sein. Malta hingegen erschließt sich mir überhaupt nicht. Warum erhielt Gianluca Bezzina derart viele Punkte, immer wieder ein paar aus vielen Ländern... es wird mir ein Rätsel bleiben. Der fast im Kreis grinsende Kinderarzt war für mich einer der langweiligsten Interpreten des Abends.

    Für die Niederlande freut mich der neunte Platz enorm, Anouk hat gezeigt, dass auch ein fast schon vergessenes Land beim Song Contest, das seit 2004 so viele Pleiten erlebt hat, etwas bewegen kann. Hilversum meldete bereits, dass man 2014 wieder mit dabei sein wird, im Oranjeland dürfte gestern Abend noch richtig lang gefeiert worden sein. Auch in Belgien, die im Semifinale noch punktgleich mit den Niederlanden waren, schnitten vergleichsweise gut ab, Platz 12.

    Dazwischen mein Spontanfavorit Ungarn, für den auch ich angerufen habe und der 12 Punkte aus Deutschland bekam. ByeAlex war die positive Überraschung des Abends für mich, recht unscheinbar daherkommend machte er einen guten Job, es stimmte so viel bei ihm, dass der zehnte Platz durchaus gerechtfertigt ist, Aliona Moon aus Moldawien wurde ebenfalls noch mit einem elften Platz belohnt, zu Recht. 

    Dahinter wird es dann schon schwierig, Rumänien als Selbstläufer schummelte sich auf #13 dazwischen, dahinter wahrscheinlich hinter den Erwartungen liegend Robin Stjernberg für den Gastgeber Schweden. SVT und viele schwedische Fans haben sich wohl mehr von dem etwas unmotiviert erscheinenden Robin erwartet. Es schien generell so, als ob die Big Five und der Schwede zuvor von den Griechen mit Alkohol gesangsunfähig gemacht wurden, alle wirkten etwas weggetreten, insbesondere Bonnie Tyler und die Frontfrau der Spanier.

    Georgien hätte ich höher eingeschätzt, auch wenn ich den Song absolut nicht riechen kann. Ell & Nikki 2.0 hatten ein schwedisches Team, einen vor Perfektheit triefenden Song und eine Bühnenshow, die wirklich fast eins zu eins an 2011 in Düsseldorf erinnerte. Der Zweitversuch damit zu siegen schlug fehl und es reichte nur für den 15. Platz. Dahinter Weißrussland mit seiner Gute-Laune-Kanone Alyona Lanskaya, die sich selbst wohl mehr erhofft hatte, aber für weißrussische Verhältnisse schon eine gute Leistung abgeliefert hat. Bei gerade einmal zwei Finalteilnahmen zuvor ist dies aber auch keine große Überraschung.

    Island und Armenien im Finale fand ich ohnehin schon kurios genug, bei den Isländern kann ich es ja noch verstehen und den Finaleinzug Armeniens kann man sich mit etwas Eurovisionskenntnis auch herleiten, verdient fand ich aber beides nicht. Dafür schrammte Bonnie Tyler mit Platz 19 noch an einer größeren Katastrophe vorbei. Das sie nicht vorn landen würde, schien nach ihrer Performance klar, so rauchig und verrucht wie früher war der Titel nicht, aber er war gut. Bei der Eurovision konnte man aber scheinbar kaum Fans aus damaligen Zeiten mobilisieren, auch wenn der Punktesprecher aus Litauen ihr seine Liebe gestand.

    Ab Platz 20 findet man dann Nationen, die eigentlich jedes Jahr recht weit hinten im Finale zu finden sind, Estland mit der schwangeren Birgit, von der ich mir für ihre berührende Ballade über einen Neuanfang mehr erhofft hatte und natürlich Deutschland. Cascada legte sich ins Zeug und zog alle Register, sie sah wirklich schön aus, man wusste aber auch, dass sie trotz Weltkarriere und Powerhits nicht unbedingt die beste Sängerin des Abends war. Sie hat sich aber nichts vorzuwerfen, ihre Leistung war solide und gut, mehr war an dem Abend aber auch nicht drin. Ich danke ihr für den Spaß den sie uns bereitet hat und freue mich, wenn sie in den Medien nicht so sehr zerrissen wird. 

    Wir haben in den letzten Jahren mit Lena und Roman Lob tolle Ergebnisse erzielt, da kann ein 21. Platz mit 18 Punkten, davon die meisten aus Österreich und tatsächlich wieder einmal aus Albanien, auch schon mal passieren. Das Konzept für 2014 wird zeigen, ob es Veränderungen am Modus geben wird, aber ich fand die Eurovisionssaison aus deutscher Sicht dennoch sehr erfolgreich. Litauen hingegen platzierte sich dort, wo es auch hingehört, nämlich unter den letzten fünf. Das war ein überflüssiger Überbrückungssong, den es auch nicht gebraucht hätte.

    Ganz hinten findet man die Französin Amandine Bourgeois, die einen auf Tina Turner machte und sich immer weiter in ihre Rolle als Rockmädel reinsteigerte. Es war nicht schlecht, wahrscheinlich profitierte es nur nicht von der Startposition eins und der unvorteilhaften Körperhaltung der Interpretin. Finnland enttäuschte auch sehr mit ihrem Hochzeitslied, Team Ding Dong machte genau das, was es im Halbfinale auch tat, nur diesmal leider am Gehör Europas vorbei. 

    Auf dem 25. Platz findet man die extrem lahme Nummer von El Sueño de Morfeo aus Spanien. Man merkte der Sängerin ihre Nervosität auch an, in den Nahaufnahmen sah man sie zittern, gereicht hat es nicht, wahrscheinlich fehlten auch einige Zähler aus Portugal, aber auch die hätten die Leistungen nicht großartig aufgebessert. Nach Pastora Soler im letzten Jahr war dies ein klarer Rückschritt. Die rote Laterne geht nach 2007 aber an Irland, das sich gerade einmal drei Punkte verdienen konnte. Tja, einen trifft's eben und diesmal war es Irland, die auch nicht gerade einen guten Abend erwischt haben.

    Insgesamt geht das Ergebnis aber wieder einmal in Ordnung, es ist nun niemand über den Ausgang des Abends übermäßig enttäuscht, wir treffen uns 2014 alle in Dänemark wieder und wissen bereits um die Teilnahmebestätigungen aus den Niederlanden, Ungarn, Finnland, Norwegen und tatsächlich schon aus den baltischen Staaten Litauen und Lettland. In den nächsten Wochen werden die Neuigkeiten wohl wieder abklingen, aber wir bleiben natürlich am Geschehen dran und werden berichten, sobald es Neuigkeiten zur abgeschlossenen und neuen Saison der Eurovision geben wird. In diesem Sinne allen Lesern ein herzliches Dankeschön für das hohe Traffic der letzten Tage und viel Spaß mit dem neuen Siegersong aus Dänemark.
    Tack så mycket, Sverige!

  • Malmö 2013: Lena liest deutsche Punkte vor!

    Eurovision 2013

    Deutschland Deutschland Der "Countdown für Malmö" wird am Samstagabend, wie in jedem Jahr, von der Hamburger Reeperbahn übertragen. Die Moderation in diesem Jahr übernimmt Barbara Schöneberger, die u.a. Musikacts wie Tim Bendzko oder Silly ankündigen kann und kurz vor Beginn der Liveshow noch einmal zu Cascada zur Malmö Arena schaltet. Gegenüber dem NDR gab sie weniger Tage zuvor noch ein Interview, in dem sie erklärt, wie und wie wenig sie sich auf den Song Contest vorbereitet.

    Auf die Frage, ob sie schon für die Show gewappnet sei, antwortete sie: "Nein, gar nicht. Meine Vorbereitungszeit findet immer auf der Zugfahrt zum Job statt und das werde ich auch in diesem Falle so halten, weil ich so viele andere Sachen vorher noch mache, dass ich das gar nicht anders hinkriegen kann. Und das reicht ja auch. Für mich ist ESC jetzt nicht so sehr Vorbereitung, sondern eher Spaß beim Gucken. Und zu wissen, die Slowakei hat bereits 13 Mal den siebten Platz belegt, das kann gerne jemand übernehmen, der sich damit auskennt. Ich bin ja eigentlich dafür da zu sagen: 'Hey, das gucken wir uns jetzt an und hinterher reden wir drüber.' Und das finde ich eigentlich eine super Aufgabe."

    "Ich freue mich wahnsinnig auf Tim Bendzko und ich find's super, wenn Lena kommt. Lena ist ja auch ein wichtiger Gesprächspartner auf der Bühne. Ich hoffe, ich werde ein bisschen mit der quatschen.", fügte sie hinzu. Das komplette Interview kann man
    hier lesen. Lena Meyer-Landrut, so steht es mittlerweile auch fest, wird die deutschen Länderpunkte im Song Contest-Finale vergeben. Weitere ehemalige Song Contest-Kandidaten, die Punkte vergeben sind André (Armenien 2006), Joanna Dragneva (Teil von Deep Zone 2008 für Bulgarien), Anmary für Lettland, Tooji für Norwegen und Alsou für Russland.

  • Malmö 2013: Alkohol, Vampire und die Heilsarmee

    Eurovision 2013

    Sweden Schweden - Der vierte Probentag in Malmö ist ebenfalls zuende gegangen, die Halbfinalisten sind nun jeweils einmal mit ihren Einzelproben durch. Der ganze Spaß geht morgen in die zweite Runde, wieder beginnend mit Natália Kelly aus Österreich. Unterdessen gab das schwedische Fernsehen SVT auch noch bekannt, dass Carola im Finale als Interval-Act auftreten wird. 

    Die dreimalige Song Contest-Vertreterin und Siegerin von 1991 nahm zuletzt 2006 in Athen mit dem Titel "Invincible" an der Eurovision teil, bewarb sich später jedoch erneut, genannt sei hier das Duett mit Andreas Johnson ("One love"). Im zweiten Semifinale werden Darin und Agnes auftreten und ein Medley ihrer bekanntesten Hits zum Besten geben. Die Performance trägt den Namen "Swedish Pop Voices". 

    Den vierten Probentag eröffneten die Griechen mit ihrer Ode an den Alkohol. Koza Mostra und Rebetiko-Sänger Agathon Iakovidis traten mit kompletter Austattung an Instrumenten auf, vom Akkordeon bis zum Schlagzeug ist bei den Griechen in diesem Jahr alles vertreten und dies auch noch beleuchtet. Jedoch mussten die Röcke für den ersten Probendurchlauf im Schrank bleiben, ein finales Outfit war noch nicht zu begutachten. 

    Auf der Bühne zu stehen sei für die Sängerin Moran Mazor aus Israel ein Kindheitstraum, sagte sie im Interview mit der EBU, hier in Malmö würde dieser endlich wahr werden. Und sie überzeugte mit einer stimmlichen Inbrunst und Bühnenpräsenz, sodass das Halbfinale eigentlich nur ein kurzer Zwischenstopp auf dem Weg ins Finale sein dürfte. Sie trat mit ihrem Vorentscheidungskleid auf, dass mit Glitzerapplikationen verziert wurde. Sie überzeugte, im Gegenteil zu der schnarchigen Darbietung von The Dorians aus Armenien.

    Während des armenischen Beitrags brennt es zwar auf der Bühne, das Lied hingegen ist kein großes Highlight im zweiten Semifinale. Man sei nicht nervös, sagte Leadsänger Gor Sujyan, der bereits 2010 bei Eva Rivas als Backingsänger dabei war. Auch die Windmaschine und Nebeleffekte kamen zum Einsatz. Eine Spur fröhlicher als der Dark Rock aus dem Kaukasus kam der ungarische Beitrag von Bye Alex daher. Mit grünem Hintergrund und Figuren die an Monster aus Doodle Jump erinnern, kommt "Kedvesem" daher. Ein origineller Beitrag, der nicht gänzlich chancenlos sein dürfte.

    Unterkühlt hingegen wirkte der norwegische Beitrag, weißes Kleid, blau-weißer Hintergrund, schwarz angezogene Backgroundsängerinnen, das ist "I feed you my love" von Margaret Berger, die weiterhin zum Favoritenkreis in Malmö gezählt wird. Wie Peter Urban es schon kommentierte, ist der Titel sauber produziert, jedoch für mitteleuropäische Ohren durchaus steril und kommt mit seiner Darbietung sehr kalt herüber, auch wenn Margaret leidenschaftlich singen mag. Dennoch schmälert dies nicht ihre Leistung und sie wird garantiert im Finale noch einmal singen dürfen.

    Es folgten meine Favoriten des zweiten Halbfinals, Adrian Lulgjuraj und Bledar Sejko aus Albanien. Mit Ethnorock und einer Portion Selbstbewusstsein stapften die beiden auf die gelb illuminierte Bühne und sangen "Identitet" in ihrer Landessprache. Der Hintergrund ist rötlich gehalten, Pyroeffekte und Trockeneis kommen zum EInsatz, eine tolle Probe, auch beim Meet and Greet mit den Fans und Journalisten kamen die beiden ganz gut weg. Das Duo aus Georgien hingegen wirkte zu perfekt, Glitzer, Feuer, eine triumphierende Darbietung, die am Sieg aber deutlich vorbeischrammen wird, dafür ist sie zu inszeniert.

    Fröhlich aber auch etwas seltsam kamen die Schweizer daher. Takasa, die sechs Intepreten der Heilsarmee musizierten mit dem 95jährigen Emil Ramsauer auf der Bühne der Malmö Arena. Die Gruppe machte einen fitteren Eindruck als der Vampir aus Rumänien, der mit einer entsetzlichen Tonart die Monitore der Halle zum Zerspringen bringen könnte, wenn er wollte. Cezar Ouatu beendete mit schrillen Tönen die ersten Einzelproben, die morgen früh wieder in die neue Runde gehen.

  • Malmö 2013: Dritter Probentag beendet

    Eurovision 2013

    Sweden Schweden - Seit gestern ist wieder so einiges passiert, angefangen vom Auftritt von Natalie Horler, Cascada-Frontsängerin, die gestern Abend bei DAS! im NDR zu Gast war und sich einige ihrer Konkurrenten des Song Contests anschaute und sich ebenso einige unqualifizierte Fragen von Moderator Hinnerk Baumgarten anhören musste. Sie gab zudem "Glorious" unplugged zum Besten. Ein paar Tage spannt sie nach ihrer Tour, die zuletzt in Norwegen Halt machte daheim in Bonn aus, dann geht es nach Malmö.

    "Es soll niemand dazwischenquatschen. Ich möchte es nämlich genießen.", ist ein Kommentar von Anke Engelke, die einen freien Artikel beim NDR geschrieben hat und unserer deutschen Kandidatin natürlich fleißig die Daumen drückt. Die übrigen Kandidaten würde sie sich aber erst am Finalabend anschauen um sich keine Beiträge schönzuhören, wie es der ein oder andere Fan jedes Jahr tut. "Es wird also ein spontanes Urteil von mir sein, und vielleicht ärger ich mich über die Sieger oder freue mich.", so Anke.

    Des weiteren, um nach Malmö zu blicken, gab es auch von dort wieder interessante Neuigkeiten. So verriet das schwedische Fernsehen SVT, das Eric Saade, bekannt durch seinen dritten Platz mit "Popular" beim Song Contest 2011 und seinen Vorentscheidungsbeitrag "Manboy" von 2010, am Finalabend aus dem Greenroom moderieren und die Teilnehmer interviewen wird. Delegationsleiter Christer Björkman erklärte, aufgrund der Tatsache, dass Eric 2011 zeitweise selbst Führender bei der Punktevergabe war, wüsste er, wie man mit den nervösen Kandidaten im Greenroom umgehen müsste.

    Parallel hierzu fanden natürlich auch Proben statt, Lettland eröffnete heute den Probemarathon, in Glitzeroutfits und mit mobilem Keyboard. Im Anschluss hieran folgte San Marino mit Valentina Monetta. Ralph Siegels Schützling und die gesamte sanmarinesische Delegation ist sehr zuversichtlich, es im vierten Anlauf endlich ins Finale zu schaffen und auch das Einsingen und das Gewöhnen an die Bühne gelang der kleinen Truppe, bestehend aus Valentina und ihren beiden Backingtänzern sehr gut. Vorherrschende Farbe bei ihrer Probe ist rot, sowohl im Hintergrund als auch auf dem Kleid. Die Ausschnitte der Probe, die man frei auf Eurovision.tv verfolgen kann, lassen hoffen, dass es San Marino endlich ins Finale schafft.

    Mit der Königin der Zigeuner, Esma ging es weiter. Sie trug, um Bescheidenheit auszudrücken, ein rotes Swarovski-Kleid, ihr Duettpartner, der sich mittlerweile nur noch Lozano nennt, trägt einen eleganten Anzug. Wie man einschlägigen Quellen entnehmen kann, sind einige von Esmas 48 adoptierten Kindern als Support in Malmö mit dabei. Ob es dem Finaleinzug von "Pred da se razdeni" hilft, bleibt abzuwarten. Die Probe lief recht souverän ab, ob Europa der schnelle Tempowechsel des Liedes gefallen wird, ist eine andere Frage.

    Der letzte Beitrag, der vor der Pause dargeboten wurde, war "Hold me" von Farid Mammadov aus Aserbaidschan. Wie viele aserbaidschanische Beiträge der Vergangenheit herrscht fast absolute Dunkelheit. Die Performance erinnert sehr an Safura, blauer Hintergrund, ein Glaskasten in dem noch jemand vor sich hinkauert und eine Abfolge vom griechischen Choreographen Fokas Evangelinos, der schon mit Helena Paparizou, Dima Bilan und Sakis Rouvas zusammen gearbeitet hat. Aserbaidschan sollte das Finale spielend erreichen, wie tonsicher Farid ist, scheint jedoch tagesformabhängig zu sein...

    Krista Siegfrids Beitrag, der scheinbar versteckte Botschaften zur Homo-Ehe enthalten soll, die derzeit europaweit zur Diskussion steht, wird zudem noch mit Pyroeffekten, Konfetti und der eurovisionesken Windmaschine unterstrichen. Wie Krista zugab, sei sie großer Carola-Fan und könne natürlich bei ihrer Hochzeitsvorstellung nicht auf dieses fundamental wichtige Utensil verzichten. Beim finnischen Beitrag weht es also gewaltig. Weniger hingegen passiert beim maltesischen Beitrag, dort musizieren lediglich fünf Menschen um Gianluca herum. Auf den Leinwänden im Hintergrund flackertn Schriftzüge entlang, das war's.

    Traditionell hingegen präsentierte sich Bulgarien. Das wieder teilnehmende Duo Elitsa & Sotyan präsentierte sich folkloristisch, Elitsa im rot-weißen Martenzina-Outfit. Im Hintergrund flackern zu "Samo shampioni" zwei Masken auf. Das man nicht gewinnen wird, hat man sich scheinbar auch schon eingestanden, Elitsa äußerte sich wie folgt: "Wir fühlen uns bereits jetzt als Gewinner, weil sich die Leute immer noch an uns erinnern und unseren damaligen Song singen." So charismatisch die Folklore-Darbietung mit den blumendekorierten Backings auch sein mag, für Bulgarien wird es erneut schwer ins Finale zu ziehen.

    Der letzte Probende des heutigen Tages war der Isländer Eyþór Ingi Gunnlaugsson, der zugab, dass er noch etwas Zeit brauche, um mit der Eurovision warm zu werden. Einen Probedurchlauf am Samstag hat er ja noch. Morgen treten dann die übrigen Semifinalisten erstmals auf die Bühne, beginnend mit den Griechen, anschließend Israel, Armenien und Ungarn sowie nach der Mittagspause in der Malmö Arena die norwegische Delegation, meine Favoriten aus Albanien, dann Georgien, die Schweizer Heilsarmee und zu guter letzt Rumänien. Ich wünsche noch einen schönen Abend.

  • Malmö 2013: Niederlande sind auch 2014 dabei

    Eurovision 2013

    Sweden Schweden - Eine starke Probe lieferten nach Berichten von Delegationen und Fans vor Ort die Niederlande mit ihrer Sängerin Anouk ab. Drei Backings agieren hinter Anouk und performen den Titel "Birds". Der Sender TROS gab zudem bekannt, dass man auch am Eurovision Song Contest 2014 teilnehmen werde, unabhängig vom Ergebnis. Die Niederlande sind somit das erste Land, das seine Teilnahme für den nächsten Wettbewerb bestätigt hat.

    Auch die Favoritin auf den Gesamtsieg des diesjährigen Song Contests, die Dänin Emmelie de Forest, trat gestern erstmals auf. Ihrer Linie treu bleibend sang sie Barfuß, begleitet von drei Backings und zwei Trommlern. Auch die Klapa-Truppe aus Kroatien performte erstmals ihren Titel "Mižerija". Ihr Musikstil ist inzwischen nicht nur Weltkulturerbe, er erhält durch die Kostümierung mit alten Kriegeroutfits eine besondere Untermalung.

    Ebenfalls performten noch die Russin Dina Garipova vor lampenartigen Kugeln und die ukrainische Sängerin Zlata Ognevich. Heute stehen nun die übrigen Proben des ersten Semifinals an, vor einer guten halben Stunde begann Montenegro, es folgen Belgien, Weißrussland und Moldawien. Nach einer einstündigen Pause setzen Irland, Zypern, Litauen und Serbien zur ersten Probe an.

    Videoimpressionen der gestrigen Auftritte gibt es hier im Youtube-Channel von Eurovision.tv.

  • Malmö 2013: Österreich eröffnet ersten Probentag

    Eurovision 2013

    Sweden Schweden - "Ich bin nervös, aber ich kann es nicht abwarten, auf die Bühne zu gehen.", sagte Natália Kelly heute Morgen im verschlafenen Malmö, das sich so langsam auf den Eurovision Song Contest einstimmt. Die österreichische Delegation machte heute den Auftakt auf der Bühne der Malmö Arena, finale Outfits wurden beim ersten Begehen der Bühne jedoch noch nicht gezeigt.

    Auch Estland und Slowenien haben mittlerweile die ersten Proben hinter sich. Organisiert zeigte sich Birgit Õigemeel bereits im weißen Schläppenkleid vor weißem und schwarzem Background. Wie zu sehen ist, wird während der estnischen Darbietung Trockeneis zum Einsatz kommen. Sloweniens Hannah Mancini präsentierte sich beim Probenauftakt in Malmö mit schwarzem Lederdress mit Schuppenapplikationen auf den Schultern, begleitet von drei Tänzern, die sich um Hannah versammeln und sich nach allen Regeln der Kunst verrenken.

    Erste Videoimpressionen sind bereits im Youtube-Channel von Eurovision.tv zu sehen. Weitere Proben folgen heute noch aus Kroatien, die mittlerweile auch abgeschlossen sind, Dänemark, Russland, der Ukraine und den Niederlanden. Da ich mich heute Nachmittag noch einmal mit AWL und Rechnungswesen beschäftigen muss, fällt die Analyse aller Performances in diesem Jahr etwas kürzer aus, Quicknews mit Eindrücken zu den Proben wird es aber dennoch in unregelmäßigen Abständen in dieser Woche geben.

  • Malmö 2013: Warmlaufen für die Probenwoche

    Eurovision 2013

    Sweden Schweden - Um weitere Song Contest-Touristen ins Land zu locken, gibt es auf dem Gustav Adolfs Torg, einem Platz im Zentrum der Stadt das Eurovision Village mit Großleinwänden, die die Song Contest-Shows live zeigen. So lohne sich ein Ausflug nach Malmö trotz verpasster Gelegenheit Karten für die Show zu bekommen, meldet Visit Sweden.

    Die Organisatoren der Show ließen zudem auch durchblicken, dass Loreen ihren Siegertitel nicht im Finale von Malmö, sondern im ersten Halbfinale nochmals performen wird. In der Vergangenheit war es üblich, dass die Vorjahressieger einen Platz im Finale bekamen, in diesem Jahr möchte das schwedische Fersehen SVT offenbar fast nichts so machen, wie es in den Vorjahren einmal war.

    Zudem ist die Bühne in der Malmö Arena so gut wie fertiggestellt, die Bühnenfläche beträgt in diesem Jahr rund 220 Quadratmeter, das auf einem kleinen Plateau herausstechende Hauptensign der Bühne ist immerhin 38 Quadratmeter groß. Statt LED-Lämpchen gibt es in diesem Jahr moderne HD-Videoprojektoren, die auf 43x8m Leinwand ihre Projektionen übertragen. Dazu gibt es die üblichen Gimmicks wie Schnee, 100kg Glitzerkonfetti, Pyro- und Nebeleffekte, Windmaschinen und alles, was das Eurovisionsherz begehrt.

    Nachdem nun noch letzte Tests und Vorab-Proben mit Statisten für die optimalen Kameraeinstellungen in Malmö durchgeführt werden, beginnen am 6. Mai, also am Montagmorgen die Liveproben, von denen wir, wie gesagt, weniger intensiv als in den Vorjahren berichten können. Den ersten Schritt macht die Österreicherin Natália Kelly mit ihrem Beitrag "
    Shine". Sie ist es auch, die am 14. Mai das erste Semifinale eröffnet.

  • Eurofire: Probenberichte und Co.

    Eurovision 2013

    Sweden Schweden
    - Nachdem nun alle 39 Nationen vorgestellt wurden und die Arbeiten in Malmö auf Hochtouren laufen, stellt sich allmählich ein gewisses Eurovisions-Feeling ein. Die Delegationen treffen letzte Vorbereitungen für ihren Ausflug nach Schweden und es wird reichlich darüber spekuliert, wer es ins Finale am 18. Mai schafft und wer die Heimreise nach dem Semifinale antreten muss.

    Da sich der Eurovision Song Contest bzw. die Proben der Veranstaltung mit meiner schriftlichen Abschlussprüfung zum Reiseverkehrskaufmann überschneiden, bitte ich um Verständnis, wenn ich in diesem Jahr keine umfassenden Postings mit Bildern, Videos, Zusammenfassungen von Pressekonferenzen etc. liefern kann. Es wird wohl eine tägliche Zusammenfassung des Gesehenen und Erlebten in Malmö geben, aber mehr ist mir leider in diesem Jahr nicht möglich.

    Immerhin möchte ich anmerken, dass ich diesen Blog in jedem Fall weiterführen werde, auch wenn 2013 ein Jahr mit recht geringem Traffic und fehlenden Beiträgen war, bislang. Das heißt jedoch nicht, dass ich nicht weiterhin Eurovisionsfan bin und Nachrichten zusammentragen möchte. Der Eurovision Song Contest 2014 wird wieder in voller Breite und im gewohnten Stil hier aufgezeigt. Und sobald meine Prüfungen durch sind, kann ich auch wieder mehr für 2013 schreiben, doch derzeit habe ich etwas andere Sachen im Kopf.

  • Eurovision 2013: Travel Pass für Öresund

    Eurovision 2013

    Sweden Schweden
    - Speziell für den Eurovision Song Contest in Malmö bieten die Organisatoren in Zusammenarbeit mit den dänischen und schwedischen Verkehrsbetrieben der Städte Kopenhagen und Malmö zwischen dem 1. und 20. Mai an Skånetrafiken-Automaten spezielle Tickets für die Überfahrt über die Öresund-Brücke an.

    Man kann ihn am Hauptbahnhof und am Flughafen Kopenhagen-Kastrup für 679 Schwedische Kronen (umgerechnet rund 80 Euro) kaufen. Er berechtigt die Verbindung über den Öresund für fünf Tage mit dem sogenannten "5 Days Eurovision Travel Pass" zum Pauschalpreis zu überqueren. Den Fahrplan kann man sich auf der offiziellen Website skanetrafiken.se herunterladen.

    Viele Fans und Journalisten haben sich aufgrund der ausgereizten Hotel- und Unterkunftskapazitäten in der nahegelegenen dänischen Hauptstadt Kopenhagen einquartiert. Sowohl in Malmö als auch in Kopenhagen werden die Vorbereitungen für den Song Contest in zwei Wochen getroffen. Kommendes Wochenende beginnen die ersten Proben in der Malmö Arena.

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